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 Garagentypen
Welche unterschiedlichen Garagentypen gibt es überhaupt und wodurch unterscheiden sich diese?
Antwort: Grundsätzlich unterscheiden Fachleute zunächst einmal Nur-Dach-Garagen und geschlossene Garagen. Die Nur-Dach-Garage, heute üblicherweise Carport genannt, besteht aus Materialien wie Holz, Stahl oder Beton. Sie ist im Verhältnis zu ihrem geschlossenen Pendant meist etwas günstiger und schützt das untergestellte Auto vor Niederschlag wie Schnee oder Regen. Da sie systembedingt über keine Außenwände verfügt, bietet sie allerdings keinen Diebstahl- sowie Marderschutz, und durch Sturm aufgewirbelte Holzstücke, Äste oder Blätter können seitlich auch frei eindringen. Ohne Zusatzausstattung lassen sich in Carports außerdem keine Garten- und Hobbygeräte diebstahlsicher unterbringen.
Bei den geschlossenen Garagen unterscheidet man wiederum zwei Haupttypen. Zum einen die gemauerte Garage, zum anderen die vorgefertigte Garage. Die gemauerte Garage zeichnet sich dadurch aus, dass sie vor Ort (also an der Baustelle) mit kleinformatigen Steinen auf einem Ringfundament oder einer durchgehenden Bodenplatte aus Beton aufgemauert wird. Die vorgefertigte Garage wird entweder in Teilen vorgefertigt und dann an der Baustelle (vom Lieferanten oder vom Kunden) endmontiert - oder als Betonfertiggarage komplett vorgefertigt auf die Baustelle geliefert und aufgestellt. Letztere wird in einer Einzelfertigungsanlage industriell hergestellt und als Komplettkubus mit Spezialfahrzeugen auf die Baustelle gefahren und dort auf vorbereiteten Fundamenten aufgestellt und schlüsselfertig übergeben.
Bei den geschlossenen Garagensystemen sind die "gemauerte Garage" und die "Betonfertiggarage" die beiden beliebtesten und am weitesten verbreiteten Garagentypen.
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Gemauerte Garage
Was ist bei der Planung einer gemauerten Garage zu berücksichtigen?
Antwort: Falls Sie sich dafür entscheiden, eine Garage selbst zu mauern oder mauern zu lassen, steht Ihnen zunächst einmal einiges an Organisationsarbeit bevor. Sie müssen …
- Eine Fläche für die Garage festlegen,
- Planzeichner suchen,
- Vorgespräche führen,
- Baustelle besichtigen,
- aktuellen Lageplan 1:1000 mit amtlichen Prüfvermerken besorgen,
- Planung mit dem Architekten (bitte denken Sie dabei auch an die entstehenden Plankosten) und Statiker besprechen,
- Unterschriften von allen Angrenzern (Eigentümern) einholen,
- Pläne bei der zuständigen Baubehörde zur Genehmigung einreichen.
Wenn diese Basisaufgaben abgeschlossen sind und die Genehmigung läuft, sind die vorbereitenden Arbeiten allerdings noch lange nicht abgeschlossen. Denn jetzt müssen Sie sich Firmen für die Arbeiten suchen, die Sie nicht selbst durchführen können oder wollen - und das sind bei einer gemauerten Garage unter Umständen nicht gerade wenige:
- Erdarbeiten
- Betonarbeiten
- Maurerarbeiten
- Zimmererarbeiten
- Dachdeckerarbeiten
- Spenglerarbeiten
- Elektrikerarbeiten
- Maler-/Fassadenbaueraufgaben
Außerdem müssen Sie das benötigte Material kalkulieren und beim Baustoffhändler bestellen. Sie sollten außerdem einen Zeitplan aufstellen, damit Sie die Materiallieferungen optimal terminieren können. Nach der Auswahl der Angebote und Lieferanten müssen Sie sich um einen Lagerplatz in der Nähe Ihrer zukünftigen Garage kümmern, denn die Arbeiten werden Sie nicht nur auf das unmittelbare Umfeld Ihrer Garage beschränken können. Diese Lagerfläche sollte so liegen, dass die Baustellenzufahrt nicht versperrt wird und Ihre Nachbarn nicht gestört werden. Um eine Garage zu bauen, benötigen Sie darüber hinaus eine ganze Palette an Werkzeugen und Maschinen. Manche werden Sie kaufen müssen, andere können Sie sich ausleihen oder (mit Personal) mieten. Was Sie unbedingt benötigen, ist ein Bagger für die Aushubarbeiten und einen Lkw für den Abtransport des Aushubs.
Die folgenden Werkzeuge und Maschinen sollten Sie kaufen:
- eine Mischmaschine zum Mischen von Mörtel (oder Sie bestellen Fertigbeton und Fertigmörtel von der Mischanlage).
- Maurerwerkzeug: Kelle, Maurerhammer, Schaufel, Schubkarre, Wasserwaage, Reibbrett, Klettkelle, Gummischeiben, Putzhaken, Richtlatte, Arbeitshandschuhe, Helm, Bohrmaschine.
Darüber hinaus brauchen Sie folgende Gegenstände:
- Bohlen (Spinde), Kanthölzer und Bretter als Schalmaterial (kann man evtl. leihen).
- Ein Gerüst, denn ab einer bestimmten Höhe dürfen keine Leitern mehr verwendet werden (das Gerüst können Sie leihen).
Denken Sie außerdem rechtzeitig daran, das benötigte Material zu ordern:
- Den Beton für das Fundament und die Bodenplatte sollten Sie sich am besten von einer kompetenten Firma anliefern lassen.
- Für die Mauerwerksisolierung brauchen Sie geeignetes Abdichtmaterial. Am besten verwenden Sie dazu Dachpappe. Die Mauerbahnen gibt es, dem Mauerwerk entsprechend, in verschiedenen Breiten.
- Fundament und Bodenplatte müssen gemäß statischer Berechnung mit Baustahl armiert werden.
- Zum Mauern gehören natürlich die richtigen Steine. Dabei können Sie aus verschiedenen Möglichkeiten auswählen: Schwer-/Leichtbetonsteine, Hohllochziegel, Ytong-Steine, Kalksandsteine.
- Den Mörtel können sie aus einer Fertigmischung (Trockenmörtel, der nur noch mit Wasser vermischt wird) ansetzen. Sie können die Zuschlagsstoffe (Kalk, Sand, Zement) natürlich auch selbst mischen. Zudem ist eine Anlieferung des Mörtels möglich; meist müssen Sie eine bestimmte Mindestmenge abnehmen.
So vorbereitet können Sie mit dem Rohbau Ihrer gemauerten Garage beginnen bzw. beginnen lassen.
Vergessen Sie aber bitte nicht, ebenso rechtzeitig Dach, Tor und eventuelle Türe Ihrer Garage zu planen!
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Betonfertiggarage
Was ist bei der Planung einer Betonfertiggarage zu berücksichtigen?
Antwort: Im Gegensatz zu einer gemauerten Garage gibt es für Sie bei einer Betonfertiggarage relativ wenig vorzubereiten oder zu planen - denn das meiste davon übernimmt in aller Regel das beauftragte Unternehmen! Sie sollten sich nur rechtzeitig überlegen, was für eine Garage Sie ganz genau benötigen oder wünschen. Denn wer sich mit der Planung seiner Garage beschäftigt, hat oft sehr individuelle Vorstellungen davon, wie diese aussehen und was sie alles leisten soll. Viele Bauherren meinen dann, dass solche Spezialwünsche nur mit einer gemauerten Garage erfüllt werden können. Tatsächlich ist das Angebot an Betonfertiggaragen-Varianten allerdings so vielfältig, dass es praktisch für fast jeden Einsatzzweck ein passendes Modell gibt. Erstellen Sie deshalb am besten zunächst einen Garagen-Steckbrief! … dann können Sie sehr einfach abprüfen, ob es das, was Sie wollen, auch als Betonfertiggarage gibt - denn damit sparen Sie unter Umständen viel Geld!
Klären Sie bitte für sich:
- Gewünschte Länge
- Gewünschte Breite
- Gewünschte Höhe
- Tor
- Dach
- Türen/Fenster
- Zusatzausstattung
Auf Basis solch eines "Garagen-Steckbriefes" und eines maßstabsgetreuen Grundstücksplans können Sie sich dann umfassend beraten lassen. Die Außendienst-Mitarbeiter renommierter Betonfertiggaragen-Hersteller werden Ihnen in den allermeisten Fällen eine Garage anbieten können, die Ihren Vorstellungen exakt entspricht.
Für Sie bleibt insgesamt nur wenig zu tun:
- Stellplatz aussuchen
- Kontaktaufnahme zum Fertiggaragen-Hersteller. Ein Anruf zur Terminvereinbarung genügt. Bei einem Beratungsgespräch vor Ort wird Ihnen sofort ein für Sie unverbindliches, aber individuelles Angebot unterbreitet.
- Nach Erteilung des Auftrags an den Fertiggaragen-Hersteller wird sofort eine Baustellenaufnahme angefertigt, die dann als Vorlage für die Baueingabepläne dient.
- Die Eingabepläne erarbeitet der Garagenhersteller: Sie bekommen die fertigen Pläne, die Sie selbst und Ihre Nachbarn unterschreiben müssen.
- Diese leiten Sie an die zuständige Genehmigungsbehörde weiter. Falls bereits Pläne für eine gemauerte Garage genehmigt sind, prüft der Garagenhersteller, ob eine Tekturplanung erforderlich ist, und erstellt diese. Auf Wunsch arbeitet der Garagenhersteller mit Ihrem Hausarchitekten zusammen.
- Nach der Genehmigung senden Sie den Plan an den Garagenhersteller zurück.
- Nach Eingang des Plans setzt sich ein Mitarbeiter mit Ihnen in Verbindung und bespricht das weitere Vorgehen. Bei einem Baustellentermin werden alle notwendigen Vorbereitungen besprochen.
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Sonderformen
Manche Garagen müssen besonders lang oder besonders kurz sein, manche besonders hoch und vielleicht auch extra lang, andere brauchen eine Montagegrube. Da stellt sich die Frage: Müssen solche Garagen in "Sonderformaten" eigentlich zwingend gemauert werden?
Antwort: Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass Garagen in Sonderformaten immer gemauert werden müssen. Tatsächlich gibt es zwar Einzelfälle, in denen dies notwendig ist (z.B. weil das zur Verfügung stehende Grundstück asymmetrisch zuläuft und die Garage diese Form aufnehmen soll oder muss). In den allermeisten Fällen können jedoch auch Fertiggaragen zum Einsatz kommen.
Fertiggaragen werden mittlerweile in diversen Sondergrößen angeboten und sind bei vielen Anbietern auch als besonders hohe, breite und/oder lange Varianten erhältlich (selbst Wohnmobile lassen sich in entsprechend großen Garagen einzelner Hersteller unterbringen). Falls gewünscht, besteht zudem in aller Regel die Möglichkeit, einzelne Garagenmodule miteinander zu verzahnen und so mehr Innenraum zu gewinnen bzw. L- oder U-förmige Formen zu realisieren und auf diese Weise entsprechende Sonderwünsche zu befriedigen.
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Unter der Garage
Lässt sich der Bereich unter einer Garage eigentlich sinnvoll nutzen?
Antwort: In der Tat lässt sich der Raum unter einer Garage durchaus sinnvoll nutzen. Das macht vor allem überall dort Sinn und rechnet sich dann auch, wo Grundstücke relativ teuer sind und/oder auf Grund der Geländesituation sowieso aufwändigere Fundamentbauwerke notwendig werden. Wenn z.B. wegen einer Hanglage statt einfacher Streifen- oder Punktfundamente deutlich aufwändigere Lösungen notwendig sind, macht es oft keinen großen finanziellen Unterschied mehr, die Garage gleich richtig zu unterkellern. So lassen sich "zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen" - das Bauwerk wird ausreichend stabilisiert und es entsteht wertvoller zusätzlicher Stau-/Nutzraum. Einige Hersteller bieten bereits entsprechende Modullösungen an.
Statt für einen Keller lässt sich der Raum unter einer Garage übrigens auch für eine Regenwasserzisterne oder als Temperaturpuffer für eine moderne Wärmepumpen- und Klimatisierungsanlage nutzen. Manche Anbieter haben für solche Sondernutzungsmöglichkeiten mittlerweile definierte Spezialpakete entwickelt. Hier lohnt der Blick auf die entsprechenden Internetauftritte bzw. in die jeweiligen Herstellerprospekte.
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