
Carports: Die Last mit dem Dach
(05.05.2009) Geiz ist geil - dieser Slogan ist für viele deutsche Verbraucher zum Credo geworden. Doch wer an der falschen Stelle spart, der kann kräftig danebenlangen. Zahlreiche Kunden entscheiden sich für einen günstigen Carport aus dem Baumarkt, beachten aber nicht die zulässige Dachlast. Experten raten: Verbraucher sollten sich vor dem Kauf genau informieren. Denn nicht jeder Carport ist für jede Region geeignet. Die zulässige Dachlast sollte ein entscheidendes Kriterium beim Kauf eines Carports sein. Sie ist meist in Kilonewton pro Quadratmeter (kN/m²) angegeben und vor allem aufgrund der Schneelastzonen in Deutschland wichtig. Die Bundesrepublik ist nach DIN 1055-5 ("Lastannahmen für Bauten - Verkehrslast, Schneelast und Eislast") in insgesamt fünf Gebiete eingeteilt (1, 1a, 2, 2a, 3). Dabei nimmt die Intensität der Schneelasten von Zone 1 nach Zone 3 zu. Grundsätzlich dürfen die Kräfte, die auf einen Carport einwirken, nicht unterschätzt werden. Eine zulässige Schneelast von einem Kilonewton pro Quadratmeter entspricht in etwa einem Gewicht von 100 Kilogramm Schnee auf einem Quadratmeter eines waagerechten Daches! Ein Wert, der in Hochlagen schnell erreicht wird. Viele der mittlerweile sogar bei Supermarkt-Discountern angebotenen Carports erfüllen gerade so die Anforderungen der Zone 1. Das heißt: Wenn große Kräfte auf das Dach einwirken, dann könnte es je nach Region kritisch werden. Viel unproblematischer - so Experten - ist dagegen eine massive Garage, zum Beispiel aus Beton. Sie ist robuster und dadurch tragfähiger als die meisten Carports. Außerdem bietet sie dem Fahrzeug bei Wind und Wetter einen größeren Schutz. Grundsätzlich gilt: Auch wenn Geiz en vogue sein mag - eine fachkundige Beratung ist und bleibt unbezahlbar. Übrigens: Welche Last ein Dach in welcher Region zu tragen imstande sein muss, können Verbraucher ganz leicht in drei Schritten selbst herauszufinden (Vorsicht: Angaben über Schneelasten im Internet beziehen sich immer nur auf die jeweilige Bodenlast. Zur Ermittlung der Dachlast bitte unbedingt die folgenden Schritte befolgen, da sich hier andere und vor allem höhere Werte ergeben):
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